Barrierefreiheit im Eigenheim

Es ist wichtig, für alle Lebenslagen der Zukunft gerüstet zu sein – dazu gehört auch die Barrierefreiheit. Um das zu erreichen werden folgende Mindestkriterien (auf Basis der Ö-NORM B1600) erfüllt.

Horizontale Verbindungswege

Müheloser Zugang

  • Der Zugang ist eben oder nur leicht abfallend und ohne Quergefälle und hat einen rutschfesten und gut berollbaren Belag.
  • Rampen haben ein Gefälle von maximal 6%.

Eingangsbereich

  • durchschnittlich 150 cm horizontale Bewegungsfläche (vor u. hinter der Eingangstüre Eingangstüre)
  • Türbreite: mind. 90 cm (lichte Breite)
  • optimal: schwellenlos
  • suboptimal: einseitige Schwellenhöhe max. 2 cm
  • gute Beleuchtung
  • Überdachung

Innenbereich

  • schwellenlos
  • Gangbreite vor Türen oder bei Richtungsänderung > 150 cm
  • schwellenlose Wohnräume

Bewegungsflächen und Durchgangsbreiten

Türen

  • Lichte Breite: mind. 80 cm (ausgenommen Eingangstür).
  • Positionierung der Tür: mind. 50 cm aus der Ecke auf der Drückerseite.
  • Bedienkraft: max. 25 Newton (2,5 kg), darüber motorisch unterstützen.
  • Bad und WC: Tür nach außen öffnend- und entriegelbar.

Bewegungsfläche

  • Gangbreite: mind. 120 cm.
  • Bewegungsfläche: Ø 150 cm bei Richtungsänderung sowie strategischen Bereichen (u. a. Küche, Bad, WC, vor dem Bett, vor Schränken).
  • Wenn Bad und WC durch leichtes Entfernen der Trennwand bei Bedarf zusammengelegt werden können (anpassbarer Wohnbau), wird darauf geachtet, dass danach die Bewegungsfläche sichergestellt ist.

Bedienelemente

  • Schalter, Steckdosen, Kontrolltaster, Sicherungskästen sind in einer Höhe von 80 cm bis 100 cm angebracht. Auf ausreichenden seitlichen Abstand zwischen Bedienelementen und anschließender Raum Ecke wird geachtet.

Sanitärbereich

Vorbereitung

  • Die konstruktive Vorbereitung der Wände für die spätere Anbringung von Haltegriffen bei Dusche, WC und Badewanne bzw. einem höhenverstellbaren WC ist gegeben.
  • Möblierung
  • Es wird ein unterfahrbarer Waschtisch (Montagehöhe: 83–85 cm) verwendet.
  • Die Dusche ist bodengleich ausgeführt

Anpassbarer Wohnbau

Funktionelles Raumkonzept

  • Wohn-/Schlaf-/Koch-/Ess- und Sanitärräume sind barrierefrei erreichbar.
  • Bei zu geringer Bewegungsfläche ist die spätere Anpassbarkeit durch Zusammenlegen von Bad/WC bzw. WC/Abstellraum vorgesehen

Konstruktive Maßnahmen

  • Zur späteren Entfernung vorgesehene Trennwände enthalten keine Installationen (Strom, Wasser, Gas) und der Estrich ist durchgehend ausgeführt.
  • Wird ein Platz für den späteren Einbau eines Lifts vorgesehen, der zwischenzeitlich z.B. als Abstellraum genutzt wird sind darunter keine Installationen oder Einbauten vorhanden.

Infoservice

Für weitere Informationen zu diesem Thema steht Ihnen der OÖ Zivil-Invalidenverband sehr gerne zur Verfügung. Kontakt: 0732 / 34 11 46 oder office@ooe-ziv.at

Web: www.ooe-ziv.at